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Mobile Jugendarbeit


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Mobile Jugendarbeit ist ein lebenswelt- und zielgruppenorientiertes Jugendhilfekonzept, das sich als notwendige Ergänzung zur traditionellen Jugendarbeit versteht. Mobile Jugendarbeit ist ein anwaltschaftlicher und parteilicher Arbeitsansatz, der jugendliche Szenen und deren individuelle Lebensziele akzeptiert, aber auch flexibel auf die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen und Bürger des Gemeinwesens eingeht. Mobile Jugendarbeit trägt über den Abbau von Schwellenängsten zum Ausgleich sozialer Benachteiligung bei, gleichzeitig aber auch zur Integration von jungen Menschen, die von Ausgrenzung bedroht sind und ist mit ihren Elementen Bindeglied zur gesamt-gesellschaftlichen Angebotsstruktur. Es handelt sich dabei um eine Arbeitsform der Jugendhilfe, die einen besonderen regionalen Bezug hat, der abhängig ist von der Differenzierung ländlicher und städtischer Räume. Sie ist konzeptionell langfristig angelegt in der Absicht, milieuunterstützende Strukturen im Gemeinwesen zu entwickeln und zu stabilisieren. Mobile Jugendarbeit ist ein sozialpädagogischer Handlungsansatz, der die unterschiedlichen Methoden von sozialer Arbeit – Streetwork, Gruppenarbeit, Einzelfallhilfe, Gemeinwesen-arbeit – innerhalb eines Gesamtkonzeptes vereint, wobei die Gemeinwesenarbeit und Streetwork konstitutiv für das Konzept sind. Mobile Jugendarbeit lässt sich schwerpunktmäßig im SGB VIII sowohl dem § 11 als Jugendarbeit und Beratung, als auch dem § 13 als Jugendsozialarbeit zuordnen. (LAK Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. 1997)  http://www.mja-sachsen.de/wp-content/uploads/2013/03/Fachliche-Standards-LAK-2013.pdf

Zielgruppe:

Mobile Jugendarbeit richtet sich vor allem an junge Menschen in ihren selbst gewählten Gruppenstrukturen, die ausgegrenzt oder von Ausgrenzung bedroht sind, Dabei handelt es sich primär um Kinder und Jugendliche nach den Inhalten des § 7 SGB VIII, die von konventionellen Angeboten der Jugendhilfe nicht erreicht werden können oder diese ablehnen.

Ziel:

Mobile Jugendarbeit als dauerhaftes Kontaktangebot in der Lebenswelt junger Menschen hat zum Ziel, soziale Benachteiligungen abzubauen und die Integration in die Gesellschaft zu fördern.

Methoden:

  • Aufsuchende Arbeit – Jugendgruppen und Jugendclubs  werden an ihren selbst gewählten Treffpunkten aufgesucht
  • Gruppen-/Projektarbeit – Begleitung von Jugendgruppen in gruppendynamischen Prozessen sowie im Projektmanagement
  • Gemeinwesenarbeit – Integration junger Menschen in das Gemeinwesen (Lobbyarbeit, Beteiligungsmöglichkeiten schaffen); sozialräumlich orientierte Unterstützung der Kommunen
  • Einzelfallhilfe – Begleitung/ Beratung zu individuellen Themen und Problemlagen
  • Soziale Arbeit an Schulen – Begleitung und Beratung im Schulalltag; punktuelle, Themenbezogene Projektarbeit
  • Familienförderung – familienorientierte Freizeitangebote im Rahmen der Gemeinwesenarbeit; bei Bedarf Weitervermittlung